Nullpunkt-Kontrolle; Blindanschlag

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Wenn man nach den Geheimnissen guter Schützen sucht, dann gilt die Nachforschung meist äußeren Dingen . Anschlag, Ausrüstung, Munition, das Gewehr, vielleicht sogar die „Psyche“ (wer hat die besseren Nerven). Woran liegt es denn nun, dass die einfach mehr Treffen?

In der konsequenten Steuerung des Bewegungsablauf. Das Richtige tun. Das Richtige bei jedem Schuss tun. Das Richtige bei jedem Schuss mit absoluter Präzision wiederholen.

 

Ein Schlüsselelement im Schussablauf ist die

Nullpunkt-Kontrolle; Blindanschlag.

Die Überprüfung, wohin die Waffe tatsächlich zeigt, wenn der innere Anschlag (siehe Seite 15) ausbalanciert ist. Wie das genau geht, steht in der Übersicht rechts oben.

Die meisten kennen diesen Ablauf. Er ist überdies nicht schwer zu erlernen.

Äußerst schwierig ist es allerdings, sich konsequent an dieses Ritual zu halten. Im Training, weil man da meint, es gehe auch anders, einfacher. Im Wettbewerb, weil man da aufgeregt ist und lieber über K(r)ampf den Erfolg erzwingen möchte.

Es ist jedoch alles relativ leicht, wenn man sich an die Grundregeln der Technik hält, auch in „stürmischen“ Momenten.

 

Nullpunkt, wenn die Höhe nicht stimmt....

Oft hat man mit Höhenabweichungen zu kämpfen, Gewehr steht zu hoch oder zu tief. Genau wird der Nullpunkt bestimmt, indem man die Augen schließt und alle Spannungen richtig einstellt. Wenn dann die Augen geöffnet werden erkennt man die tatsächliche Höhe.

 

Bei Abweichungen stehen mehrere Strategien zur Verfügung. Der Reihe nach ausprobieren und die bequemste wählen. Wichtig ist, dass der Nullpunkt wirklich kontrolliert und korrigiert wird. Beim Probeschießen absolut sorgfältig, und vor jedem Schuss noch einmal kurz.

 

Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

Nullpunkt senken:

- Oberkörper vor

- Kopf (Diopter) vor

- Schaftkappe runter

- Gewicht am Gewehr nach vorne

- Ellenbogen tiefer

- Untersten Knopf bei

- Rechten Fuß nach innen Schießjacke öffnen

Nullpunkt heben:

- Hüfte vor

- Schulter entspannen

Nullpunkt, Links oder rechts daneben.

Zunächst gilt es, die Balance des Anschlags einzurichten, wie beim „Inneren Anschlag“ beschrieben. Leichten Korrekturen dürfen auf keinen Fall die Balance in Mitleidenschaft ziehen.

Grobe Korrekturen werden beim Ansetzen des Ellbogens an der Hüfte vorgenommen. Feinere Variationen lassen sich beim Ansetzen der Hand unter dem Schaft realisieren. Feinste Änderungen können durch Verlagerung des Kopfes geschehen.

 

 

 

Die wohl wichtigste Ebene für seitlich Korrekturen ist die „Beinarbeit“. Hier werden große Veränderungen durch Drehung um den Körperschwerpunkt vollzogen, feinere mit dem rechten Fuß oder durch Annäherung/Entfernung der Fußspitzen ausgeführt.

Um den Schwerpunkt drehen: Nullpunkt nach links

Rechter Fuß vor: Nullpunkt nach links

Fußspitze(n ) nach innen: Nullpunkt nach rechts

 

 

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