Zielen, Atmen

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1. Das Zielen

Nachdem der Haltepunkt (Nullpunkt / Blindanschlag) in Ordnung ist, beginnt der Aufbau des Zielbildes. Dabei ist es wichtig, dass man immer ein gleiches Zielbild hat. Darum, den Kopf immer gleich auf die Gewehrshaftbacke auflegen, das heißt, der Korntunnel befindet sich im Zentrum! Der Augenabstand zum Diopter sollte immer gleich sein und zu lange Zielzeiten sind zu vermeiden!

Einen entscheidenden Einfluss auf das Zielbild, hat das Korn. Die Ringkorngröße sollte nach dem Haltebereich der Gewehrmündung (wie ruhig kann ich halten) berechnet werden.

Große Mündungsbewegungen erfordern ein größeres Korn! Dagegen lassen geringe Mündungsbewegungen ein kleineres Korn zu!

Faustregel für die Ringkorngrößenbestimmung,Ungefähr ein Drittel des schwarzen Scheibenspiegels ist als Kontrollweiß im Zielbild zu sehen!

Nicht zu vergessen, beide Augen wirken als Einheit! Decke das nicht zielende Auge mit einer schmalen Blende ab, so dass die volle Konzentration auf das Zielbild gewährleistet ist. Verwende für die Augenblende helles Material! Ein „Zukneifen“ des nichtzielenden Auges führt zur Verspannung der Gesichtsmuskulatur.

 

2. Atmung

 

 

Der Mensch ist in der Lage, die Atmung bewusst zu steuern. Unterschieden wird nach zwei grundsätzlichen Atmungsarten:

Die Brustatmung, dabei werden die Rippen angehoben und damit der Brustraum vergrößert.

Die Bauchatmung, dabei wird die Bauchdecke angehoben und gesenkt.

Wichtig für einen Schützen ist ein gleichmäßiger Atmungsablauf.

Benütze in der Einrichtungsphase die Bauchatmung, dann sollte die Atmung immer flacher werden. Ziele im ausgeatmeten Zustand! Reguliere die Höhenabstimmung zum Ziel niemals über die Atmung! Nutze die Absetzphase und die Zeit bis zum nächsten Schuss zur Erholung. Atme mehrmals tief ein und „stoße“ die Luft durch ein kräftiges Ausatmen heraus nutze die Brustatmung und „pumpe“ die Luft bis in de Lungenzipfel (Schlüsselbeine heben sich). Atme anschließend Deinen gewohnten, ruhigen Rhythmus in der Vorbereitung des Schusses und setze das Schießen fort.

 

3. Das Abziehen

 

Gleichmäßiges Anlegen des Abzugsfingers mit dem vorderen Teil vom ersten Fingerglied an die Abzugszunge.

Abzugsfinger berührt nicht den Abzugsschutz oder Gewehrschaft.

Einmal getätigter Vordruck (Druckpunkt) wird nicht mehr zurückgenommen (kein „Spielen“ am Abzug) Erste annehmbare Ruhephase entschlossen nutzen. Nur Zeigefinger der Abzugshand bewegt sich beim Abziehen. Abzugsfinger verbleibt noch dem Abziehen an der Abzugszunge.

 

4. Das Nachhalten

 

Verbleibe nach dem Auslösen des Schusses im Anschlag. Beobachte die Reaktion der Gewehrmündung und verbinde dies mit dem Muskelgefühl. Kontrolliere wo Dein Schuss ist, „schaue ihm nach“. Fahre erst jetzt diene Scheibe ein, und überprüfe ob Schuss und vermuteter Treffer übereinstimmen.

Durch das Nachhalten wird er Schießablauf konsequent zu Ende geführt.

 

 

Der optimale Schießablauf 

 

 

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